„Wir müssen reden“

Susanne Schnabl, bekannte Journalistin und Buchautorin, moderierte dieses Mal nicht wie jeden Dienstagabend den „Report“ oder eine seiner Bürgerinnendiskussionen, sondern suchte und fand das Gespräch mit 250 SchülerInnen der HAK und HAS Feldbach. Mit ihrer bunten und kompetenten Einführung zum Thema Social Media holte sie sie rasch dort ab, wo sie sich sowieso mehrmals am Tag befinden: Im Internet, auf Facebook, Twitter, Instagram und WhatsApp. Freimütig erzählten sie der Journalistin, was es dort zu entdecken gibt, und hörten dann umso aufmerksamer zu, als Schnabl von ihrer Aufgabe als Journalistin und Redakteurin sprach: Aus der unendlichen Zahl von Informationen die wirklich wichtigen, aus den vielen Quellen die seriösen herauszufiltern. Anschaulich zeigte sie den gespannt Zuhörenden an Hand von mitgebrachten Beispielen, wie schnell Fake News sich in Social Media vermehren und nicht mehr von wahren Nachrichten zu unterscheiden sind, ein Shit Storm nicht mehr aufzuhalten ist.

 

Österreichische Qualitätszeitungen – wie eben auch die Kleine Zeitung – und der ORF bürgten für vertrauenswürdige Nachrichten. Diese Botschaft Susanne Schnabls kam bei den Mädchen und Burschen sicht- und hörbar (an den Wortmeldungen!) an.

 

Höhepunkt des lebendigen und lehrreichen Vormittages war die Schüler/innendiskussion – je ein/e Vertreter/in aus allen Klassen saß in der Runde – unter Leitung der Fernsehmoderatorin. Ausgangspunkt war die verpflichtende Väterkarenz, der Bogen spannte sich aber dann schnell bis hin zu weiteren Themen wie: Wie weit darf der liberale Staat ins Privatleben seiner Bürger/innen eingreifen? Wie ökonomisch zumutbar ist eine Verpflichtung? Wie gut tut diese Verpflichtung den Kindern? Wie sehr braucht Frauen- Emanzipation gesetzlichen Druck wie diesen? Wäre ein Anreizsystem fruchtbarer? Sollten Bürger/innen vermehrt zu Themen wie diesen befragt werden oder sind diese gut aufgehoben bei gewählten Vertreter/innen?

 

„Wir müssen reden“  – so der Titel des gerade erst erschienenen Buches von Susanne Schnabl, in dem sie eine neue Streitkultur als Basis gelebter Demokratie fordert. Die SchülerInnen der BHAK/BHAS Feldbach tun`s: Nicht nur dieses eine Mal, sondern in einem laufenden Unterrichtsprojekt, motiviert vom sympathischen Fernseh-Gast aus Wien, der ihnen viele gute Essenzen für fruchtbare Gespräche mit auf den Weg gab: Seriöse Informationsquellen, Zuhören, Mut, verständliche Sprache, Freude, Augenhöhe, Respekt, Lernbereitschaft sind „nur“ einige von vielen wesentlichen……

 

Text: Prof. Dr. Birgit Wahl, HRin Mag. Edith Kohlmeier

PRAXISDIALOG MIT EXPERTEN VOM KSV 1870

Lernsituationen und -gelegenheiten, in denen Praxisbeispiele thematisiert werden, sind immer eine Bereicherung für den Unterricht. Stammen diese Berichte und Informationen auch noch von Experten aus der Wirtschaft, dann ist sichergestellt, dass Lernen auf höchstem Niveau gelingen kann.

Schülerinnen und Schülern der Maturaklassen wurden die Themen „Krisenmanagement und Insolvenz“ im Rahmen eines Praxisdialoges von René Jonke (KSV 1870, Leiter Region Süd) präsentiert. Insolvenzursachen, -entwicklung und Handlungsspielräume wurden ebenso, wie die Auswirkungen von Unternehmenskrisen auf Gläubiger und Schuldner diskutiert.

Für dieses Praxiswissen aus erster Hand und die 10 Expertentipps für ein professionelles Risikomanagement  danken wir René Jonke sehr herzlich.

Text: Mag. Ingrid Heinrich

„Herr Mozart wacht auf“

Die Schülerinnen und Schüler der ersten HAK-Klassen besuchten am 12. Februar 2019 das Jugendtheater „Next Liberty“ in Graz, um sich das Stück „Herr Mozart wacht auf“ von Eva Baronsky anzusehen. Begleitet wurden sie von den DeutschlehrerInnen Ulrike Kiedl-Gölles, Eva Fladischer und Helmut Vrabec.

 

Das Theaterstück erzählt die Geschichte Mozarts, der sich plötzlich im 21. Jahrhundert wiederfindet und mit dessen Technik, Gesellschaft und Gepflogenheiten konfrontiert wird.

 

Die Schauspieler verstanden es, die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten humorvoll sowie überzeugend darzustellen. Auch mit den klassischen und modernen Klavierstücken, dem farbenfrohen Bühnenbild sowie den Kostümen konnte die Vorstellung beim Publikum punkten. Trotz der schillernden Fassade übermittelte das Stück ebenso die zum Nachdenken anregende Grundauffassung, selbst wenn jemand anders ist, gibt es keinen Grund, ihn anders zu behandeln.

 

Text: Michaela Klampfer, Katharina Schüttengruber (1BK)

Bild-Quelle: www.nextliberty.com